Archiv der Kategorie 'AutorInnen - Franz Schandl'

Imagine!

Wenn nichts mehr geht, ist eine entscheidende Frage die, was nicht mehr geht. Um welche Krise es sich also gegenwärtig handelt. Meine Antwort ist die, dass wir es mit einer fundamentalen Krise der Verwertung zu tun haben, die nach radikalen Lösungen heischt. Kein Herumdoktern wird mehr helfen. Bei den bisherigen Beiträgen hingegen hat man den Eindruck, dass es schon so weiterginge, würde man nur die richtigen politischen Maßnahmen setzen und das Geld anders positionieren.

Vom Einkommen zum Auskommen – Zu Plausibilität und Kritik des garantierten Grundeinkommens

Die Forderung nach dem Grundeinkommen hatte schon einmal Konjunktur. Das war Mitte der Achtziger des vorigen Jahrhunderts. Nun steht es abermals auf der Agenda. Befürworter des Grundeinkommen gehen schlichtweg von einem Allokationsproblem aus: Leute, die Geld haben sollen, haben keines. Geld für alle, lautet die Devise. Dem gesellschaftlichen Geld-Haben-Müssen setzt man ein entschiedenes „Unbedingt!“ entgegen. Der Menschen Pflicht soll zu einem Menschenrecht werden. Da die Marktwirtschaft nicht Geld für alle zur Verfügung stellt, soll Vater Staat einspringen. Dass er es kann, wird unterstellt und vorausgesetzt. Konstatiert wird ein Verteilungsdefizit, dem über staatliche Alimentierung abgeholfen werden soll.