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Geld ist tückisch

Fast alle diskutieren es, in Deutschland mindestens. Die meisten sind dagegen. Die dafür sind, werden mehr. Das muss nicht gut sein.

Grundeinkommen: Gelobtes Land oder Illusion?

Im Angesicht der Ware gilt menschliches Leben lediglich als Kaufkraft. Die Kraft zu kaufen wiederum resultiert aus der Fähigkeit, sich am Arbeitsmarkt verkaufen, also selbst als Ware auftreten zu können. Wo einer immer größeren Zahl an Menschen diese Möglichkeit versagt bleibt, weil das Kapital auf Arbeitskraft verzichtet und statt dessen auf die produktive Kraft vergangener Arbeit setzt – den Maschinen vor dem humanen Kapital also den Vorzug gibt –, da lässt auch die Kaufkraft nach. Die Existenzberechtigung der „Ladenhüter“ gerät in Verruf, bis dass der Staat – gelangt er an das Ende des Kredits, mit dem das Sozialsystem er unter anderem finanziert –, diese widerruft. Die Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen erfährt in dieser Situation einen neuerlichen Aufschwung. Nach dem Willen seiner Befürworterinnen soll es allen Menschen individuell und ohne Arbeitsleistung oder Bedürftigkeitsprüfung in existenzsichernder Höhe ausbezahlt werden. Das klingt gut. Doch weist diese Debatte tatsächlich den Weg in ein besseres Leben?

Geld für Alle = Alle für Geld? – Zur Debatte um das Grundeinkommen

Der globale Krisenkapitalismus stellt uns vor Fragen, die wir nicht zu stellen gewohnt sind. Die Antworten der Systemmanager und der sozialen Opposition könnten unterschiedlicher nicht sein. Propagiert der Neoliberalismus in letzter Konsequenz die Arbeit ohne Einkommen, so setzen viele Linke ihre Hoffnungen in das genaue Gegenteil, Einkommen ohne Arbeit. Eine Annahme teilen die Gegner allerdings, nämlich dass an Geld und Arbeit nicht zu rütteln sei.