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Widerspruch und Praxis – Das Grundeinkommen und die emanzipatorische Linke

Der folgende Text wurde erstveröffentlicht im der Ausgabe 41/2007 der Streifzüge.
Er kann Online bei OpenTheory diskutiert werden.
von Julian Bierwirth
Dass wir Kapitalismus haben, also in einer Gesellschaft leben, in der unser Leben nicht zuletzt durch selbstzweckhafte Realabstraktionen wie Arbeit und Geld bestimmt wird, ist nicht schön, aber durchaus zu ändern. Auch wenn der warenproduzierende Gesamtmoloch […]

Geld ist tückisch

Fast alle diskutieren es, in Deutschland mindestens. Die meisten sind dagegen. Die dafür sind, werden mehr. Das muss nicht gut sein.

Den Kampfhund bändigen

Nicht um den Fetisch “neue” Gesellschaft tanzen, sondern täglich die alten Spielregeln außer Kraft setzen.

Arbeit schändet! – der: Warum die Diskussion um ein Grundeinkommen so schwer in Gang kommt.

Arbeite nur, wenn du das Gefühl hast, es löst eine Revolution aus. Joseph Beuys
Von Franz Fend

Wir bekommen es seit frühester Kindheit eingehämmert. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Der paulinische Drohruf gegen die Korinther ist längst zur Volksweisheit geronnen. Weit und breit niemand, der dem was entgegensetzen wollte. Schon die kindlichen literarischen Erfahrungen weisen […]

Warum nicht selbst Geschichte schreiben?

WENN SICH CHANCEN IN KATASTROPHEN VERWANDELN: Keine neue Politik, keine Reform, auch keine Weltregierung, sondern nur die Aufhebung der Verwertungswirtschaft kann die Gesellschaft verändern

Interview: Schafft Arbeit Lebenssinn?

Hier dokumentieren wir ein Interview mit Maria Wölfingseder, das sie vor 2 Jahren anlässlich der 6. österreichischen Armutskonferenz gegeben hat.

Welchen Reichtum?

Was ist eigentlich Reichtum im Kapitalismus? Dieser Frage geht dieser ältere Essay von Franz Nahrada nach, den wir hier dokumentieren möchten, da er für die Frage, auf welche Form von gesellschaftlichem Reichtum emanzipatorische Politik hinauslaufen sollte, sowohl stellt als auch beantwortet.

Grundeinkommen: Gelobtes Land oder Illusion?

Im Angesicht der Ware gilt menschliches Leben lediglich als Kaufkraft. Die Kraft zu kaufen wiederum resultiert aus der Fähigkeit, sich am Arbeitsmarkt verkaufen, also selbst als Ware auftreten zu können. Wo einer immer größeren Zahl an Menschen diese Möglichkeit versagt bleibt, weil das Kapital auf Arbeitskraft verzichtet und statt dessen auf die produktive Kraft vergangener Arbeit setzt – den Maschinen vor dem humanen Kapital also den Vorzug gibt –, da lässt auch die Kaufkraft nach. Die Existenzberechtigung der „Ladenhüter“ gerät in Verruf, bis dass der Staat – gelangt er an das Ende des Kredits, mit dem das Sozialsystem er unter anderem finanziert –, diese widerruft. Die Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen erfährt in dieser Situation einen neuerlichen Aufschwung. Nach dem Willen seiner Befürworterinnen soll es allen Menschen individuell und ohne Arbeitsleistung oder Bedürftigkeitsprüfung in existenzsichernder Höhe ausbezahlt werden. Das klingt gut. Doch weist diese Debatte tatsächlich den Weg in ein besseres Leben?

Das Grundauskommen im Radio

Am 23. Juli gab es im Stadtradio Göttingen eine Folge des monatlichen Magazins „BB On Air“, die sich mit dem ‚Bedingungslosen Grundeinkommen‘ beschäftigt hat. Am Ende gab es einen Kommentar, der das ‚Bedingungslose Grundeinkommen‘ und das ‚Grundauskommen‘ einander gegenübergestellt hat.
Dieser Kommentar kann als mp3 runtergeladen werden.
Oder direkt hier gehört werden:

Rezension: Grundeinkommen – Soziale Sicherheit ohne Arbeit

Die Debatte um das ‚Bedingungslose Grundeinkommen‘ ist in vollem Gange. An den Universitäten werden erste Seminare zu diesem Thema angeboten und wie Pilze schießen die unterschiedlichsten Finanzierungsmodelle aus dem Boden. Und langsam aber sicher entsteht auch ein Fundus an begleitender, mal wissenschaftlicher, mal belletristischer Literatur. Zu diesem Fundus hat sich nun ein neues Werk gesellt, […]